Die Chronik unserer Bürgerinitiative

 

Jahresüberblick 2015


Gründung der Initiative am 25.04.2015; Anlass dafür sind die Veränderungen hin zu einer agroindustriellen Landwirtschaft um unsere Dörfer herum: Pestizideinsätze, massive mineralische und organische Düngung, Anbau starkzehrender Pflanzen auf Sandboden und insbesondere der Einsatz von Glyphosat. Dieses Totalherbizid wurde im März 2015 von den WHO-Krebsexperten als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Wir wollen uns nicht nur sorgen, sondern handeln.
Wir geben uns eine Geschäftsordnung, vereinbaren kurz-, mittel- und langfristigen Ziele, bilden Arbeitskreise.
Wir vertiefen uns in das Thema Landwirtschaft, laden Experten zu Gesprächen: der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Bartelshagen stellt den Unterschied heraus zwischen konventioneller Bodenbearbeitung mit dem Pflug und der pfluglosen Bearbeitung, die an den Pestizideinsatz mit Glyphosat gekoppelt ist. Mindestens sind Abstandstreifen zu Gewässern einzuhalten. Der Vorsitzende des BUND MV spricht über das Szenario der intensiven konventionellen Landwirtschaft und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Für die Option, eine Ortsgruppe des BUND zu werden, findet sich keine Mehrheit. Wir bleiben für unsere Dörfer selbständig.
Sommerfest – bietet sich an, wenn man mal wieder alle Mitglieder sehen möchte.
Im November veranstalten wir einen Informationsabend und stellen uns der Öffentlichkeit im gut gefüllten „Honigdieb“ in Klockenhagen vor. Etwa 70 Nachbarn, Anwohner und andere Interessierte, auch Stadtvertreter von Ribnitz-Damgarten hören unsere Vorträge zu Glyphosat und unserer besonderen, schützenswerten Region (Hotspot 29, „Schatz an der Küste“) und kommen mit uns ins Gespräch.

 

Jahresüberblick 2016


Auch schon im Vorjahr bemühten wir uns, mit unserem Landwirt ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr finden endlich mehrere Treffen statt. Wir stellen unsere Befürchtungen und ersten Ziele vor (z.B. Abstandsstreifen zu unseren Häusern) und hören von seiner Seite ökonomische Argumente und die Gewissheit, gesetzeskonform zu handeln. Einig sind wir uns über die Hinzuziehung der Ostseestiftung, die Koordinator im Hotspotgebiet ist. In diesem Gespräch werden Fördermöglichkeiten und die Erstellung eines Konzeptes zur Betriebsumstellung von Seiten der Ostseestiftung in Aussicht gestellt. Die zuvor besprochenen Abstandsstreifen kommen leider nicht zum Beschluss, weil der Landwirt das Gespräch wegen einer kritischen Nachfrage zum Fahrsilo abbricht.
Im Mai gibt es wieder eine gut besuchte Veranstaltung im Honigdieb. Ein Referent vom BUND MV stellt seine wissenschaftliche Studie „Pflanzenschutzmittel in Kleingewässern vor“, die belegt, dass diese Pestizide nicht einfach verschwinden, auch Glyphosat nicht, sondern Lebensräume belasten. Anschließend gibt es eine lebhafte, auch kontroverse Podiumsdiskussion. Wir knüpfen Kontakte zu Aktiven aus dem Raum Stralsund/Rügen.

 

Jahresüberblick 2017


Unsere Homepage nimmt Gestalt an. Hier wollen wir informieren und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bieten.
Den natürlichen Reichtum und die kulturellen Reize unserer Dörfer und Region planen wir in einem Prospekt herauszustellen.
Unser langfristiges Ziel einer ökologischen Landwirtschaft verfolgen wir weiter. Dafür mischen wir uns auch politisch ein und vor allem:
Wir bleiben für alle gesprächsbereit.

 

 

 

 

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